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 1973 - 1983 Osterwald

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1973 - 1983 - Carl Osterwald

1886 - 2011: 125 Jahre Deutsche Seemannsmission

Hier im Seemannsheim in Hamburg-Aaltona in der Großen Elbstraße arbeitete Carl Osterwald

Kurswechsel angesichts der Globalisierung

Carl Osterwald war von 1973 bis 1983 erster Generalsekretär in der neuen Struktur der Deutschen Seemannsmission e. V.  Er schreibt in "lass fallen anker" Nr. 3 - 2011:  

1953 habe ich als Vikar im Seemannsheim Bremen meine ersten Schritte in der Seemannsmission getan.  Inmitten eines großen Trümmerfeldes stand, übriggeblieben, einsam das Volkshaus.  Das oberste Stockwerk, 97 Stufen hoch, diente als Seemannsheim.  Fast 100 Betten, trotzdem gab es eine Warteliste.  Für viele Seeleute war das Seemannsheim das „Zuhause“: Im Gepäckraum lagerten die Habseligkeiten, der „Ziehschein“ ging ans Seemannsheim.  Dort war man bekannt, hatte einen Namen und Freunde und war sicher vor Betrug und Ausbeutung.  Deutsche Schiffe fuhren mit deutscher Besatzung, die Seeleute freuten sich über einen Besuch, ein offenes und vertrauliches Gespräch, über Zeitschriften und Bücher.  

Im Ausland kümmerten sich deutsche Pastoren und deutsche Gemeinden um die deutschen Seeleute. Landsleute halfen Landsleuten.  1973 wurde ich – damals Pastor und Seemannspastor in Kapstadt – zum Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission e. V. bestellt.  Ich war der Erste.  Ein Freund: „Was willst du da noch, deutsche Seeleute gibt es bald nicht mehr“.  Nun hatte ich in Kapstadt schon mit der anglikanischen Seemannsmission, dem „Flying Angel“ zusammengearbeitet, und es zeichnete sich ab, dass die alte Devise der national ausgerichteten Seemannsmissionen: „To give a home away from home“, nicht mehr auf dem Kurs in die Zukunft liegen konnte.  Unter dem Oberbegriff „Rationalisierung“ wurden Entwicklungen auf drei Gebieten immer bestimmender selbst für das Leben jedes Einzelnen: dem der Technik, der Wirtschaft und dem weltweiten Zusammenleben.  In der Schifffahrt, die der Entwicklung an Land immer voraus ist, zeigten sich die Konsequenzen in der Containerisierung der Umschlagsgüter, der Reduzierung der Besatzungsstärke und in ihrer internationalen Zusammensetzung.  Das Wort gab es noch nicht, wohl aber die Tendenz. Sie hieß: „Globalisierung.“  Das fing während meiner Dienstzeit langsam an und nahm dann bald rasend schnell Fahrt auf.  Es dauerte nicht mehr lange, da gab es je nach Nationalität unterschiedliche Heuern.  Und dann kam die Ausflaggung unter „flags of convenience“; man hatte ja die Welt auseinander genommen in eine Erste, Zweite und Dritte Welt und jeder „Welt“ wurden eigene Kosten und Tarife zugeschrieben, eine gravierende Ungerechtigkeit griff Raum und war auf jedem Schiff mit Händen zu greifen: Ich kam auf ein Schiff, ein Rest deutscher Seeleute hatte sich in der Kammer des 2. Offizier versammelt, der Bootsmann strich mit der Hand am Bein des Stuhles, auf dem er saß, entlang und sagte: „Man sägt, man sägt an meinem Stuhl.“  Und so war es.  Der deutsche Koch war schon gegen einen philippinischen ausgewechselt.  Das war „rationaler“.  Aber des Einen Glück war des Anderen Verderb.  „Sachzwänge“ zerstörten verträgliches menschliches Miteinander.  Auf offener Ungerechtigkeit wächst kein Friede.

Was machte die Seemannsmission, wie reagierte sie?  Mit einem radikalen Kurswechsel.  Ausgangspunkt war die unaufgebbare Einsicht, dass alle Menschen auf einer Welt leben und alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind.  Die Seemannsmission aktualisierte diese Einsicht durch die Gründung der ICMA (International Christian Maritime Asscociation) mit der Konsequenz, dass in ihr hinfort christlicher Glaube diakonisch und ökumenisch gelebt werden soll.  An die Stelle der national und konfessionell ausgerichteten Heime traten zunehmend internationale, ökumenisch betriebene Clubs, die grundsätzlich jedem einzelnen zur See fahrenden Menschen ohne irgendeine Begrenzung offen stehen, und in denen keiner einer religiösen, ideologischen oder politischen Beeinflussung ausgesetzt ist.  Das Paradebeispiel für diese Ausrichtung der Arbeit ist der „Duckdalben“ in Hamburg, bei dessen Entwurf die ICMA Pate stand.  Wohltuend war bei diesem neuen Arbeitsstil die Hilfsbereitschaft staatlicher Stellen und ganz besonders die Unterstützung durch die Gewerkschaft.

Ich bin fünf Jahre lang chairman des standing committee der ICMA gewesen.  Die Erfahrungen in der Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg waren im Rückblick ein – wenn nicht der – Höhepunkt meiner pastoralen Tätigkeit.  Ich erlebte in beglückender Weise, in welche Freiheit und Weite unser christlicher Glaube führt und kann nur hoffen, dass ich ein wenig von erlebter Glaubenszuversicht weitergeben konnte. 

 


 

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